Uncategorised

Foto: Sammlung Karsten Jungmann

Das Junimonatsblatt unseres diesjährigen historischen Kalenders wird von den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr im Jahr 1989 geziert. Die Namen der abgebildeten Personen lauten:

Vordere Reihe, v.l.n.r.: Jens Schirra, Alexander Holz, Karsten Brunner, Lars Spengler.

Hintere Reihe, v.l.n.r.: Karsten Jungmann, Oliver Albert, Peter Neises, Christian Zapp, Stefan Radau.

Die Aufnahme sowie die zugehörigen Namen wurden von Karsten Jungmann zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank!

 

Historischer Kalender Landsweiler 2021 Maiblatt

Foto: Sammlung Edeltrud Schommer

Das Foto entstand im Vorfeld und aus Anlass des 35jährigen Bestehens des Musikvereins „Treue Fest“ Landsweiler.

Dieses Fest fand vom 25. bis 27. Mai 1963 statt. Den Anfang bildete samstags ein Festkommers im Festzelt mit dem gastgebenden Verein, dem Patenverein Reisbach, dem Schülerchor der St. Barbara-Schule und dem MGV „Fidelio“ Landsweiler.

Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst mit anschließender Totenehrung und Kranzniederlegung am Kriegerehrenmal. Am Nachmittag nahmen 25 Gastvereine an einem Festumzug teil. Anschließend traf man sich zu einem Freundschaftsmusizieren der Gastvereine im Festzelt.

Das Fest klang abends mit einem Tanz im Festzelt aus.

Vordere Reihe von links:

Alfons Schneider (2. Beisitzer), Johann Dillinger (Ehrenvorsitzender), Heinrich Schmitt (Vorsitzender), Willi Wolf (Dirigent), Erich Hoffmann (2. Vorsitzender), Jakob Philippi (Schriftführer), Seppel Müller (Unterkassierer), Fritz Serf (1. Beisitzer)

2. Reihe:

Gerd Gasper, - unbekannt -, Seppel Bauer, Josef Schug, Guido Philippi, Wolfgang Weber,

- unbekannt -, Adolf Bulle, Eugen Eisenbarth, Engel Bauer, dahinter: Wenzel Lieber, Toni Serf,

- unbekannt -, Rainer Schmitt (Dicker), Lothar Bettscheider (Hauptkassierer)

3. Reihe:

Benno Mees, Heinz Weber?, - unbekannt -, Erwin Hoffmann, Gerhard Bettscheider, Josef Glessner, Josef Bauer

Quelle:

Festschriften des Musikvereins 1963 und 1978

Das Motiv wurde von der mittlerweile leider verstorbenen Edeltrud Schommer zur Verfügung gestellt, während Allé Biesel die Hintergrundinfos zusammengetragen hat. Beiden gilt dafür ein herzliches Dankeschön.

Foto: Elmar Altmeier

Das Aprilblatt unseres diesjährigen historischen Kalender wird vom Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins im Jahr des 40. Bestehensjubiläum 1989 geschmückt.

Die Namen der abgebildeten Personen lauten (v.l.n.r.):

Josef Neu (Hauptkassierer), Otto Kopf (Kassierer), Peter Haberer (Beisitzer), Klaus Schaan (1. Vorsitzender), Franz Boullay (Beisitzer) und Hans Klanig (Schriftführer).

Es fehlt der 2. Vorsitzende Hermann Fries.

Die Aufnahme wurde von Elmar Altmeier zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank!

Erinnerung an die Kriegs- und Nachkriegszeit in Landsweiler

Erster Nachtrag

 

Zweiter Nachtrag

 

 

Luftangriff auf den Bahnhof Landsweiler 1944

 

Vorbemerkungen:

Die folgenden Niederschriften beruhen auf Aussagen von Personen, die diesen Angriff persönlich erlebt haben.

 

Zum Telefon:

Die einzelnen Stationen der Bahnlinie Lebach – Völklingen waren mittels einer durchgängigen Telefonleitung miteinander verbunden. Die einzelnen Telefone wurden mit einer Handkurbel angewählt. Jede Station hatte ein bestimmtes Signal (z.B. Station xy „kurz-kurz-lang“). In jeder Station hörte man das Signal von allen übrigen. So kam es, dass in den einzelnen Stationen laufend das Telefon klingelte, obwohl die Anrufe nicht immer für sie bestimmt waren. Erst wenn das passende Signal kam, nahm der Stationsvorsteher das Gespräch an.

Es ist zu vermuten, dass nicht nur die Bahnhöfe selbst, sondern auch die Dienstwohnungen der Bahnbeamten an dieses Netz angeschlossen waren. Die Züge fuhren damals in großem zeitlichen Abstand (z.B. der „Halbeinszug“ war der „Luisenthalerzug“, der „Viertelvorvierzug“ der „…“. In den Zwischenzeiten war der Bahnbeamte wohl öfters in seiner Privatwohnung.

 

1. Alfons Bauer (17.01.2005, Jahrgang 1937)

Es war ein schöner Sonntagmorgen im Sommer (27. August) 1944. Alfons war, wie so oft, bei seinem Kameraden Hans Werner Weber im Bahnerhaus (Wohnhaus des Bahnbeamten in Landsweiler), wo sie oft im Erkerzimmer Tischtennis spielten. Gegen Mittag verließ Alfons das Haus. Als er vor dem Haus war, hörte er aus einem offenen Fenster das Klingeln des Telefons. Dabei kam ihm Vater Weber, der Bahnbeamter in Landsweiler war, entgegen (vermutlich aus dem Stall; Ziegen …?), der vor sich hin brummte: „Jo jo, ich komm jo schon.“

Als Alfons auf Höhe der Gaststätte „Waldesruh“ (die „Mill“) war, gab es „Vollalarm“ (d.h. dauernder Heulton; hier gehen die Meinungen etwas auseinander, Josef Bauer meint, es wäre „Voralarm“ gewesen.). Er lief nach Hause, wo die Familie anschließend zu Mittag aß.

Gegen 12.30 Uhr gab es eine Unruhe, man hörte Gewehrfeuer und Flugzeugmotoren, die Familienmitglieder liefen in den Keller (ein gewölbter Keller unter dem Stall).

Ein im Bahnhofsbereich stehender, vollbesetzter Zug mit 14 Waggons wurde von amerikanischen Flugzeugen angegriffen, die Leute flohen in Panik in das nahe gelegene Gasthaus. Zwischen einer und drei Personen wurden bei diesem Angriff getötet. Die Piloten schossen blindlings auf die fliehenden Menschen, sodass „kein Stein im Bahnhofsvorgelände ungetroffen blieb“. Einschüsse gab es außerdem im Dach des Bahnhofsgebäudes und im Bahnhofschild. Zufällig wurde auch ein freistehender Wasserhahn (in Bahnhöfen damals üblich) getroffen, sodass das Wasser floss.

Der Angriff erfolgte aus Richtung Süden („von der Kipp“).

 

2. Erwin Schmitt (25.01.2005, Jahrgang 1931)

Auch Erwin befand sich an diesem Sonntag um die Mittagszeit in der Nähe des Bahnhofes bei den Kastanien. Als der Luftangriff begann, rannte er fluchtartig zum Bunker, der in der Nähe seines Elternhauses (Falscheider Straße) steht.

Er glaubt, dass es drei Maschinen waren, die „aus Richtung Tunnel“ (also Süden) angriffen. Ihm ist kein Alarm im Gedächtnis.

 

3. Josef Bauer (23.04.2005, Jahrgang 1930)

Josef Bauer sieht den Angriff auf den Bahnhof in Landsweiler im Zusammenhang mit Rundfunkmeldungen des gleichen Morgens, wonach Angriffe auf militärische Ziele (Waffenstellungen, z.B. V2-Waffe; Munitionszüge) und Verkehrsverbindungen (Brücken, Eisenbahnen) durch einen Jagdverband über Südwestdeutschland erwartet wurden. Gegen 12.30 Uhr sei eine starke Detonation aus Richtung Dillingen zu hören gewesen. Viktor und Oswald Bauer liefen auf den „Budenberg“ und konnten eine Rauchwolke „wie ein Atompilz“ über Dillingen erkennen. Dort war bei einem Luftangriff ein Munitionszug getroffen worden und ist dabei detoniert.

Inzwischen ist der „12-Uhr-40-Zug“, gezogen von zwei Loks, im Bahnhof Landsweiler eingetroffen. Lokführer war u.a. Theodor Staden aus Lebach, vh. mit Anna Hubig, Eltern des in Landsweiler wohnenden Theodor Staden (vh. mit Maria Serf). Im Zug waren etwa 300-400 Menschen, überwiegend Leute aus dem Lazarett Lebach, die entweder entlassen oder auf dem Weg zum Heimaturlaub waren, und Berg- und Hüttenarbeiter auf dem Weg zur Arbeit. Auf den Ruf „Flieger, Flieger“ verließen die Insassen den Zug und versuchten u.a. in den umliegenden Häusern Schutz zu finden. In der Gaststätte fanden ca. 100 Menschen Unterschlupf.

Drei Flugzeuge des Typs „Thunderbolt“ (wörtl. „Donnerblitz“, einsitziges Jagdflugzeug) griffen aus Richtung Süden in ca. 20 m Höhe an, wobei das letzte Flugzeug nicht geschossen hat.

Bei diesem Angriff starben drei Menschen:

1. Alfred Fontaine, 19 Jahre alt, wurde beim Bahnhofsschild getroffen und ins Gasthaus getragen. Er starb dort auf dem Sofa.

2. Einem 24jähriger Unteroffizier mit Namen Schmitt wurde der Kopf abgeschossen.

3. Ein 43jähriger Hüttenarbeiter aus Michelbach wurde in einem Gebüsch tot aufgefunden.

Eine ca. 80jährige volltaube Frau blieb unverletzt, obwohl links und rechts von ihr alles zerschossen wurde.

Die drei Flugzeuge kreisten noch eine Zeit lang über der Hub (oder vorher?). Der Zug stand nach diesem Angriff noch mehrere Tage im Bahnhof.

 

Allé Biesel

Foto: Sammlung Elmar Altmeier 

Das Märzmotiv unseres historischen Kalenders zeigt eine Gruppe von Helfern der Aktion "Sauberer Wald" im Jahr 1996. Die Namen der abgebildeten Personen lauten (v.l.n.r.)

Michael Meyer, Anja Kiefer (nun Kroo), Ingrid Kiefer (†), Julia Bauer, Franz Penth, Hannah Penth (nun Dietrich), Daniel Simon.

Das Foto wurde von Elmar Altmeier zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank!

Februarbild des historischen Kalenders

Foto: Sammlung Martin Meyer

Primiz von Neupriester Peter Koster im Jahr 1928

Aufgenommen vor dem Elternhaus des Primizianten, Eidenborner Straße 9.

Erste Reihe (von links nach rechts): 1. Helena Raber/Hoffmann (geb. 1915), Heusweiler Str. 9, 2. unbekannt, 3. Klara Koster (1893-1971), 4. Katharina Koster-Becker (1865-1929), 5. Primiziant Peter Koster (1901-1970), 6. Nikolaus Koster sen. (1858-1932), 7. Margarete Koster (1897-1980) mit Kind Klara Schwinn (1928-2012), alle Eidenborner Str. 9, 8. unbekannt,

Zweite Reihe: 1. Emil Hoffmann (1897-1969), Heusweiler Str. 39, 2. Pfarrer Nikolaus Koster jun. (1889-1950), 3. Elisabeth Koster (1895-1952) und 4. Albert Schwinn (1892-1982), alle Eidenborner Str. 9,

Dritte Reihe: 1. Anna Engel/Schmitt (1911-1956), Falscheider Str. 1, 2. Anna Engel (1903-1975), Eidenborner Str. 8, 3. Mathias Altmeyer (1865-1944), Heusweiler Str. 55, 4. Barbara Krämer-Biehl (1876-1953), Zum Hangenberg 2,

Vierte Reihe: Jakob Zapp sen. (1894-1963), Eidenborner Str. 1, Peter Engel (1876-1956), Eidenborner Str. 8, 3. Edmund Bauer (1886-1971), Mühle

Quelle: Sammlung Erhard Müller, zur Verfügung gestellt von Konstanze Müller.

Das Motiv wurde von Martin Meyer zur Verfügung gestellt, während Klaus Feld den Text beigetragen hat. Beiden dafür herzlichen Dank!

 

 

Foto: Sammlung Franz Penth

Das Januarmonatsblatt unseres diesjährigen historischen Kalenders zeigt zwei Aufnahmen der noch jungen "Petri-Weiher" in unserem Naherholungsgebiet am "Gohlocher Wald". Das obere Bild, das vom Aufweg zur Straße "Auf der Schled" aus angefertigt wurde, zeigt dabei das Vordere der beiden Gewässer, während auf der unteren Fotografie der Weiher direkt an der "Petri-Stube" zu sehen ist. In den Hintergründen der Bilder sind dabei junge Fichten zu sehen, die von den damaligen Mitgliedern des Angelsportvereins angepflanzt wurden. Außerdem wurden durch die Jusos unter deren damaligen Vorsitzenden Agilbert Breuer 14 Lindenbäume gesetzt, die der zu dieser Zeit amtierende Landsweiler Bürgermeister Hermann Hassel von einem lokalen Förster beziehen konnte. 

Auf der oberen Aufnahme sind im Hintergrund außerdem zahlreiche geparkte Fahrzeuge zu sehen, die auf den damaligen Verlauf der B268 hindeuten. Auf dem unteren Bild hingegen ist eine große Anzahl an Anglern zu erkennen, was darauf schließen lässt, dass diese Fotografie beim Abfischen des entsprechenden Jahres entstanden ist.

Die Aufnahmen wurden von Franz Penth zur Verfügung gestellt, während Franz Boullay und Agilbert Breuer die entsprechenden obigen Informationen zusammengetragen haben. Dafür möchte ich mich bei allen mit dem traditionellen Anglergruß "Petri Heil" bedanken.

Zum Bau der "Petri-Stube" liefert Allé Biesel noch den folgenden sehr interessanten Text, wofür auch ihm großer Dank gilt:

Bau der Fischerhütte 1971
Bereits im Winter 1968/69 begannen acht Gründungsmitglieder mit dem Dammbau für den Fischweiher und dem Auffüllen des Geländes vor der späteren Fischerhütte. Das Material zum Damm stammte überwiegend vom Aushub der Hauptstraße (Heusweilerstraße). Diese bekam eine stärkere Schotterschicht und anstelle des Pflasters eine Teerdecke (Es war die Zeit des Soldatenmordes im Munitionslager, 20. Januar 1969.). Den Bau des Mönches leitete Arnold Boullay, der in der Folgezeit mehrere Mönche in der Umgebung baute.
Während des Weiherbaus stießen weitere Mitglieder zum Verein, sodass beim Bau der Fischerhütte folgende Mitglieder in irgendeiner Weise mitwirkten (Liste möglicherweise nicht vollständig):
Arnold Boullay (Planung, Zimmermanns- und Dachdeckerarbeiten, Verschalungen), Werner Altmeyer (Erdarbeiten), Hans Schmitt (Seel) und Karl Krämer (Maurerarbeiten), Peter Brack, Peter Zeiner, Josef Meyer, Josef Sauer, Josef Riehm, Josef Krämer, Alfred Leidinger (Estrich, Bodenbeläge, später Backofenbau und Natursteinarbeiten rund um den Backofen), Karl Sörgel, Berthold Wolf (Klempnerarbeiten und Installation) und Josef Bauer.
Anmerkung:
Das Gelände, auf dem die Fischerhütte steht gehört dem Angelsportverein (ASV). Den Fischweiher hat der Verein auf 100 Jahre von der Stadt Lebach gepachtet. Der Sportweiher gehört der Stadt, wird aber vom ASV gepflegt. Am unteren Ende des Weihergeländes lag ein schmaler Streifen, der Edwin Altmeier gehörte. Ihn konnte die Stadt durch Vermittlung des Vereins erwerben. Die Kaufsumme streckte Josef Bauer angeblich vor.

Festzug der Ortsvereine am 15.08.1953

Foto: Sammlung Axel und Maria Weber

Entgegen der auf dem Kalender abgedruckten Überschrift, zeigt das Deckblatt des historischen Kalender 2021 den Festzug der Ortsvereine im Rahmen der Einweihung der neuen Pfarrkirche vom 15.08.1953 . Diese Korrektur wurde dankenswerter Weise von Amanda Albert beigesteuert.

Für die Hintergrundinformationen zitiere ich daher aus dem Werk "Lansweiler Geschichtsbilder - Entstehen, Wachsen und Entwicklung eines Dorfes", Seite 25:

"Festzug der Ortsvereine

Gegen 14 Uhr formierte sich auf dem Kirchbauplatz ein langer Festzug, an dem sich unter Vorantritt des heimischen Musikvereins der Kirchenchor "Cäcilia", Landsweiler, der MGV "Fidelio", Landsweiler, der Männergesangverein Lebach und der Sportverein nebst einer großen Volksmenge beteiligten. Auf dem Sportplatz unterhielt der Musikverein Landsweiler unter Leitung von E. Rousow Festbesucher mit alten und neuen Weisen. Nach dem Eintreffen von Ministerpräsident Johannes Hoffmann wickelte sich das offizielle Programm des Festnachmittags ab. Nach einem Eröffnungsmarsch des Musikvereins ergriff H. H. Pastor Hoffmann das Wort zu einer herzlichen und humorvollen Begrüßungsansprache, in der er der Regierung, den Behörden und nicht zuletz seinen Pfarrkindern für die bisherige tatkräftige Unterstützung dankte."

Die Namen der auf dem Foto abgebildeten Personen lauten, sofern bekannt (v.l.n.r.):

Änni Recktenwald, Amanda Albert, unbekannt (Mann im Hintergrund mit verschränkten Armen) , Josef Krämer, Hermann-Josef Rosport, unbekannt (Mann mit erhobener Hand), Anton Albert, Hermann-Josef Schmitt, Pater Anton Biesel, unbekannt, Pastor Peter Koster, Pater Anton ten Winkel, unbekannt.

Die Aufnahme und einige Informationen wurden von Axel und Maria Weber zur Verfügung gestellt, während Amanda Albert und Allé Biesel diese ergänzten. Dafür ein großes Dankeschön an alle Beteiligten.

Liehnerclub 1991

Foto: Sammlung Manfred Schmidt

Das letzte Monatsblatt des historischen Kalenders zeigt den "Liehnerclub" im Jahr 1991.

Die Namen der abgebildeten Personen lauten (v.l.n.r.):

Friedel Backes, Franz Engel, Gregor Jochum, Ludwig Bauer, Alfons Schneider, Peter Krämer, Irene Bauer, Josef Neises, Manfred Schmidt, Josef Bauer, Franz Groß.         

Die Aufnahme und die Namen wurden von Manfred Schmidt zur Verfügung gestellt. Dafür gilt ihm ein herzliches Dankeschön.

Novembermotiv des historischen Kalenders 2020

Das Novemberblatt des diesjährigen historischen Kalenders zeigt ein Bild des Treffens des Jahrgangs 1936/37 am 24.10.1992. Die Namen der abgebildeten Personen lauten (v.l.n.r.):

Hiltrud Löw, Franz-Josef Knobe, Charlotte Schaan, Theresia Schmitt, Alfons Bauer, Inge Hassel, Lothar Raber, Alexa Silbermann, Maria Feld, Josef Krämer, Helga Geidt, Elisabeth Schmitt, Alwin Schaan, Ingrid Rauch, Manfred Ruf, Hans-Rudi Schweizer, Franz-Josef Krämer.

Sowohl das Bild als auch die Namen wurden von Elisabeth Schmitt zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank!

Kalenderblatt Oktober 2020

Fotos: Sammlung Axel und Maria Weber (links) und Karsten Jungmann (rechts)

Die Kreuzigungsgruppe wurde am 30. August 1955 feierlich eingeweiht. Unser Kalenderblatt zeigt neben Pastor Hoffmann und dem Künstler Ernst Brauner die Männer und Jugendlichen, die bei der Installation der Kreuzigungsgruppe geholfen hatten.

 

ganz oben: Ernst Brauner

hintere Reihe: Gerhard Jenal, Peter Engel, Hermann Josef Schmitt

mittlere Reihe: (v.l.) Pastor Adolf Hoffmann, Edmund Bauer (Millersch), Josef Schug, unbekannt, Willi Kastner, unbekannt, Josef Bauer (Kròwen), Georg Ruf, Otto Schmitt

sitzend: Aloisius Bastuck, Georg Jenal

 

Ernst Brauner

Eine ausführliche Beschreibung des Werkes von Ernst Brauner finden Sie unter http://www.lebach-landsweiler.de/index.php/neues-archiv/225-ernst-brauner-seine-werke-leben-weiter von Jakob Lattwein.

Die Kreuzigungsgruppe in unserer Pfarrkirche wurde von Ernst Brauner ausgeführt. Außerdem stammt von ihm die Eisenplastik an der Südfront unserer Grundschule. Auch einige Wegekreuze in und um Landsweiler hat er gestaltet.

Eine Auswahl:

- Königskreuz (Ecke Falscheider Str./Zum Hangenberg)

- Kreuz vor der Bäckerei Bost

- Neues Bergmannkreuz bei der Schutzhütte an der B 268 zwischen Ortsausgang und Spitzeich (links)

- Gärdiskreuz (auf der Kipp)

 

Politische Lage im Saarland 1955

Um die Ereignisse während der Einweihung der Kreuzigungsgruppe in Landsweiler zu verstehen, müssen wir die politische Großwetterlage im Saarland betrachten:

Das sog. Saarstatut, ausgehandelt zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich, beinhaltete eine Unterstellung des Saarlandes unter einen Kommissar der Westeuropäischen Union (WEU). Dieser sollte das Land nach außen vertreten. Die saarländische Regierung sollte für die inneren Angelegenheiten zuständig sein. Die wirtschaftliche Anbindung an Frankreich sollte erhalten bleiben. Allerdings war auch eine wirtschaftliche Vernetzung mit der Bundesrepublik vorgesehen.

Die Abstimmung über dieses Statut fand am 23. Oktober 1955 statt.

Genau drei Monate vorher entbrannte ein erbitterter Wahlkampf zwischen den Befürwortern des Statuts (Ja-Sager) und Gegnern (Nein-Sager). Es entwickelte sich eine Schlammschlacht mit Verunglimpfungen und Beleidigungen („Der Dicke muss weg.“).

Dieser Abstimmungskampf ging auch mitten durch Familien, Freundeskreise, Vereine, Dörfer und Gemeinden. Er trieb einen Keil zwischen die Saarländer. Diese Feindschaften hielten teilweise noch Jahrzehnte.

 

Die saarländischen Parteien teilten sich auf folgende Lager auf (ohne Splittergruppen):

1. Befürworter des Saarstatuts (Ja-Sager, Separatisten)

- CVP (Christliche Volkspartei), Vorsitzender war Ministerpräsident Johannes Hoffmann (Joho).

- SPS (Sozialdemokratische Partei des Saarlandes), Richard Kirn

2. Gegner (Nein-Sager, Nationalisten, Pro-deutsche Parteien im Heimatbund)

- CDU, Dr. Hubert Ney

- DPS (Demokratische Partei Saar), Dr. Heinrich Schneider

- DSP (Deutsche Sozialdemokratische Partei), Kurt Conrad

 

Ergebnisse der Abstimmung am 23. Oktober

Ja- Sager 32,29%

Nein-Sager 67,71%

Dieses Ergebnis führte noch am Wahlabend zum Rücktritt von Ministerpräsident Johannes Hoffmann und in den Folgejahren zum Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland als 10. Bundesland.

 

Einweihung der Kreuzigungsgruppe am 30. August 1955

Was hat nun die politische Lage im Saarland mit der Einweihung der Kreuzigungsgruppe in Landsweiler zu tun?

Ministerpräsident Johannes Hoffmann (Joho) war ein Cousin unseres damaligen Pastors Adolf Hoffmann. Außerdem war er der Stifter der Kreuzigungsgruppe. Zur feierlichen Einweihung am 30. August erschien er mit seiner Familie.

Mitten im Wahlkampf zum Saarstatut waren durch seine Anwesenheit Streitigkeiten vorprogrammiert.

Lassen wir hierzu den Zeitzeugen Jakob Philippi, Leiter der Volksschule Landsweiler, über den 30. August in der Schulchronik zu Wort kommen:

Die bevorstehende Entscheidung, am 23. Oktober das europäische Saarstatut zu bejahen oder abzulehnen, beherrscht die ganze Dorfgemeinschaft. Es entsteht eine scharfe Kluft zwischen „Ja und Neinsagern“.“ … „Jetzt zeigten sich bereits die genauen Fronten innerhalb der Dorfgemeinschaft. Zu einer zivilen Feier, nach der kirchlichen Einsegnung, versagten Gesang- und Musikverein ihre Mitwirkung. Der Kampf zwischen „Ja und Nein-Sagern“ steigerte sich von Tag zu Tag. Scharfe Trennungen erfolgten. Die Risse gingen durch den Bekannten- und Freundeskreis, ja selbst in den Familien schieden sich die Geister. Der 23. Oktober zeigte folgendes Ergebnis:“ (Landsweiler, verkürzt)

Ja-Sager 31,32 % 264 Stimmen

Nein-Sager 68,68% 579 Stimmen

Nach der Volksbefragung wurde es allmählich wieder ruhiger.“

Diesen äußerst informativen und ausführlichen Text hat Allé Biesel angefertigt, wobei Hermann Josef Schmitt die Namen der abgebildeten Personen beigetragen hat. Die historische Aufnahme wurde von Axel und Maria Weber und die Fotografie des Erntedankaltars von Karsten Jungmann zur Verfügung gestellt wurden. Hierfür sei allen herzlichst gedankt!

Turnverein 1989

 

Das Septemberblatt des diesjährigen historischen Kalenders zeigt den Turnverein bei einem Ausflug im Jahr 1989.Die Namen der abgebildeten Personen lauten, soweit bekannt:

  1. Bernhard König
  2. Ingo Schorr
  3. Natascha Faust geb. König
  4. Lotte Gasper
  5. Christine Samson
  6. Simone Schütz geb. Boullay
  7. Martina Mathey geb. Leidinger
  8. Katja Engel geb. Wagner
  9. Jennifer Rupp geb. Erbel
  10. Peter Weber
  11. Nicole Schmitt geb. Kaleja
  12. Elisabeth Kaleja
  13. Brigitte Reinhardt
  14. Irma Klein-Käshammer
  15. Helga Schemel geb. Klein
  16. unbekannt
  17. Hildegard Irsch geb. Schmitt
  18. Nina Nauerz geb. Tuttas
  19. Bettina Schorr geb. Mees
  20. Anne Tuttas
  21. Katrin Weber
  22. Roswitha Brost
  23. Jessica Gasper
  24. Gabi Klug
  25. Thomas Groß
  26. Anita Schmidt
  27. Marion Poplawski
  28. Daniela Martin
  29. Antonius Martin

Das Motiv wurde von Martina Mathey zur Verfügung gestellt, während Simone Schütz, Helga Schemel und Timo Ziebold die Namen zusammengetragen haben. Dafür vielen Dank!

Sollte jemand die fehlenden Namen ergänzen können, bitte ich um Rückmeldung.

Foto: Sammlung Thomas Rosport

Das Augustblatt unseres diesjährigen historischen Kalenders wird von einer Aufnahme von Erntehelfern Mitte der 60er geziert. 

Die Namen der abgebildeten Personen lauten von links nach rechts:

Peter "Wäsjes" Rosport (Lachstrasse 2), Fritz Meiser (damals Dornheckstrasse), Josef Winkler (Kriegskamerad von Peter Rosport aus Quakenbrück/Osnabrück), Werner Rosport (Habacherstr. 1), Alois Meier (Lachstraße), Mattias Rosport (Habacherstr. 1).

Sowohl die Aufnahme als auch die dazugehörigen Informationen wurden von Thomas Rosport zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank!

Foto: Sammlung Wolfgang Brack

Das Juliblatt unseres diesjährigen historischen Kalenders wird von der Meistermannschaft des Sportverein Landsweiler von 1980/81 geziert. War der Wiederaufstieg in die Kreisliga A in der Vorsaison noch knapp verpasst worden, so konnte der SVL unter seinem Trainer Bernd Breuer im letzten Spiel in Hirzweiler durch einen 2:1 Sieg seinen knappen Vorsprung vor Überroth verteidigen und so den Aufstieg feiern. Die Tore wurden dabei von Georg Müler und Hans-Werner Jochum erzielt.

Am Tag des Spiels verlegte der abgebildete Vikar Michael Schäfer das Hochamt um eine halbe Stunde nach vorne, damit die Mannschaft und er (als Zuschauer) sowohl daran als auch an der Begegnung in Hirzweiler teilnehmen konnten.

Die Namen der abgebildeten Personen lauten:

Stehend von links: Peter Paul, Michael Löw, Georg Müller, Thomas Schirra, Vikar Michael Schäfer, Uwe Breuer, Michael Glatz, Hugo Müller, Hans-Werner Jochum.

Kniend von links: Manfred Knobe, Spielertrainer Bernd Breuer, Werner Leidinger, Lothar Schmitt, Peter Schmitt, Thomas Lauer, Rainer Meiser.

Abschlusstabelle der Kreisliga B Saison 1980/81

1. SV Landsweiler 101:32 49:11
2. SV Überroth 86:33 48:12
3. SF Hierscheid 104:37 46:14
4. DJK Landsweiler-Reden 88:32 46:14
5. SC Gresaubach III 63:44 38:22
6. SV Hirzweiler 76:41 37:23
7. VfB Berschweiler 63:54 32:28
8. SC Wemmetsweiler III 68:63 31:29
9. FC Eidenborn 77:83 29:31
10. DJK Ottweiler 54:61 29:31
11. SV Niedersaubach 75:66 26:34
12. Schiffweiler III 51:70 22:38
13. FC Uchtelfangen III 34:89 16:44
14. FV Lebach III 38:78 15:45
15. TuS Mainzweiler 34:112 11:49
16. Landsweiler-Reden III 24:140 5:55

Die Aufnahme sowie das Motiv wurden von Wolfgang Brack (Quelle: Chronik SVL zum 70. Vereinsjubiläum) zur Verfügung gestellt. Dafür sei ihm herzlich gedankt!

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