Historischer Kalender 2017

Bild: Archiv Familie Jochem.

Auf dem Bild sind zu sehen ist der Motorsportclub bei der Hunsrückrallye 1989. Die Personen sind (von links nach rechts):

Hans Werner Mees ("HW"), Martin Brack, Hans Jochem ("Vadder"), Roland Starjakob, Hans Schmitt ("Seel"), Gerhard Schmitt ("Stracker"), Christoph Brauner, Christoph Waschbüsch, Berthold Hassel, Wolfgang Boullay, Friedhelm Jungblut.


1. Die Hunsrückrallye
Die Hunsrückrallye war neben der Deutschlandrallye seit Ende der 60er Jahre bis zum Jahr 2000 die herausragende Rallyeveranstaltung in Deutschland. Sie glänzte sowohl mit hervorragender Organisation (Henning Wünsch und sein Team) als auch mit reizvollen und anspruchsvollen Wertungsprüfungen (WPs). Neben der WP Moselland durch die Weinberge waren vor allem die WPs auf der Panzerplatte auf dem Truppenübungsplatz Baumholder mit zum Teil über 40 km Länge (einmal sogar 99 km) das Herzstück der „Hunsrück“. Diese Rallye war ein Wertungslauf zur Deutschen Meisterschaft und der Europameisterschaft (hier mit höchstem Koeffizienten = höchste Wertungszahl). So war es nicht verwunderlich, dass führende Rallyepiloten wie Sandro Munari (inoffizieller Weltmeister (WM) 1977), Björn Waldegaard (1. offizieller WM 1979), Walter Röhrl (WM 1980 und 1982), Ari Vatanen (WM 1981), Stig Blomquist (WM 1984) und viele andere bei dieser Rallye starteten, obwohl sie kein Weltmeisterschaftslauf war. 2001 wurde sie mit der Rallye Deutschland zusammengelegt und ist seit 2002 mit einmaliger Unterbrechung ein Lauf zur Rallyeweltmeisterschaft. Sébastian Loeb dominierte sie bis zu seinem Rücktritt (8mal Sieger in Folge und 9mal Weltmeister von 2004 bis 2012). Abgelöst wurde er von Sébastian Ogier (Sieger von 2013 bis 2016, in diesen Jahren jeweils auch Weltmeister). Herzstück dieses WM-Laufes sind immer noch die WP Panzerplatte und die WP Moselland/Mittelmosel.


2. Der MSC und die Hunsrückrallye
Der Motorsportclub Landsweiler (MSC-L) hat niemals eine „Geschwindigkeitsveranstaltung“ durchgeführt. Der Schwerpunkt lag auf Bildersuch- und Orientierungsfahrten, wie über 20 Veranstaltungen am Buß- und Bettag seit den 80er Jahren mit teilweise über 100 Startern eindrucksvoll belegen. Nichtsdestotrotz bestand bei den Mitgliedern des Vereins ein großes Interesse an Motorsportveranstaltungen anderer Art. Mehrmals besuchte der Verein Formel 1-Läufe am Nürburgring in den 90er Jahren (damals als Michael Schumacher u.a. gegen Damon Hill fuhr). Ein anderer Interessensschwerpunkt waren Rallyeveranstaltungen. So half man den Landsweiler Rallyefahrern Seppel und Martin Brack bei ihren Starts im Service unter dem Oberkommando von Mathias Mees (Mees Matz). So entstand die Idee zum Besuch der Hunsrückrallye, die quasi vor unserer Haustür stattfand. Weltklassefahrer konnten hier hautnah beobachtet werden. 1989 war es zum zweiten Mal soweit. Am 06. und 07. Juli (Donnerstag und Freitag) startete eine Mannschaft in Richtung Hunsrück, ausgerüstet mit dem MSC-Zelt, Verpflegung, Fassbier usw. Die Stimmung unter den Zuschauern war so, wie man es von den 24-Stundenrennen an der Nordschleife des Nürburgrings kennt. Neben dem sportlichen Teil kam das Gesellschaftliche nicht zu kurz. Das MSC-Zelt war beliebter (kulinarischer) Treffpunkt (Chefkoch Wolfgang Boullay; u.a. Lammgulasch) für Zuschauer und Streckenposten (Dibbendeggel). Fast ununterbrochen lief das Stromaggregat (weniger für‘s Licht als zur Bierkühlung). Das Abstellen des Aggregats zu später Stunde wurde mitunter mit Beifall aus den umliegenden Zelten quittiert. An jenem Donnerstag kam ein unerschrockener Heizungsbauer auf die Idee, den Kameraden einen Streckenabschnitt (genauer: Kuppe rechts) vorzuführen, „wie Waldegaard ihn fahren würde“. Die Vorführung sollte in zwei Versuchen stattfinden. Eine erste Demonstration mit einem Beifahrer verlief planmäßig. Die zweite mit zwei Beifahrern war dann noch spektakulärer als bei Waldegaard. Der (serienmäßige) Mazda 323 kam nach einem „Hinkelsteinkontakt“ in einem tiefen Graben auf der Fahrertür liegend zum Stehen. Beifahrer 2 entstieg dem Auto durch die Heckklappe, Beifahrer 1 durch die Beifahrertür. Der Fahrer verließ das Fahrzeug ebenfalls durch die Beifahrertür, nachdem er Zigaretten und Feuerzeug gefunden hatte (Anmerkung: Die Namen der Beteiligten sind der Redaktion bekannt, eine Genehmigung zur Veröffentlichung konnte wegen Zeitmangel nicht erfolgen.). Nach dem ersten Schreck fanden die Teilnehmer ihre gute Laune wieder, wie das danach entstandene Gruppenfoto beweist. Von dieser Story entstand der Witz, der folgendermaßen beginnt: „Du Seppel, haben wir eigentlich eine Teilkaskoversicherung für unseren Mazda?“
Epilog:
Ein Jahr später an gleicher Stelle. Zuschauer unterhalten sich: „Letztes Jahr hättet ihr dabei sein müssen. Da hat ein Verrückter mit Saarbrücker Nummer sich hier auf die Seite gelegt“.

Das Bild wurde von Familie Jochem zur Verfügung gestellt, während Allé Biesel wiederum die Namen und die Hintergründe zur Aufnahme zusammengetragen hat. Vielen Dank dafür!

 

Foto: Archiv Joachim Knobe

Das Bild hier zeigt die Hälfte des Jahrgangs 1966/1967, die auf der "Budenbergseite" des Dorfes gewohnt hat. 

Lehrerin: Frau Heisig

Schüler stehend und in der letzten Reihe v.l.n.r.

Anette Engel, Peter Kovac, Dagobert Helfert, ebenfalls Peter Kovac, Michael Helfert, Anne Braun, Heike Bettscheider, Adelinde Naumann, Silke Dorfmann, Brigitte Kröhl, Ingrid Schmitt, Birgit Brost.

In den sitzenden Reihen, reihenweise von vorne links nach rechts und von vorne bis hinten:

Rüdiger Jung, Claudia Horak, Armin Kiefer, Patrick Schmidt, Stefan Neu, Michael Meiser, Joachim Knobe, Holger Schmidt, Michael Leidinger, Thomas Fiwesch, Doris Jungmann, Yvonne Haupental.

Das Bild und die dazugehörigen Namen wurden von Joachim Knobe zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!

Foto: Archiv Joachim Knobe

Personen von links nach rechts:

Hansi Neises, Günther Prediger, Martin Schmidt, Georg Müller, Eugen Schaan, Martin Meyer, Alfred Mees, Waldemar Weber, Hermann Biesel, Willi Spang, Werner Leidinger, Dirigent Josef Schudell (Heckansicht), Helmut Prediger, Hans-Rudolf Meyer, Matthias Weber, Martin lauer, Michael Ziegler, Leo Weber, Klaus Schaan, Thomas Rosport, Josef Neises, verdeckte Person (noch) unbekannt, Rainer Brack.

Das Foto wurde von Joachim Knobe zur Verfügung gestellt, die Namen von Allé Biesel ergänzt - herzlichen Dank!

Foto: Archiv Detlef und Sabine Weber

Namen:

1. Julian Arnold

2. Patrick Burkhardt

3. Gina Reinhardt

4. Name (noch) nicht bekannt

5. Tobias Feld

6. Lisa Beith

7. Daniel Klein

8. Matthias Biesel

9. Peter Spies

10. Julia Schmidt

11. Bianca Bauer

12. Sandro Buchheit

13. Andreas Lambert

14. Tobias Weber

15. Kindergärtnerin Ulla König

16. Anne Schorr

17. Name (noch) nicht bekannt

18. Tim Schmidt

Leider konnten noch nicht alle Kinder auf dem Bild zweifelsfrei identifiziert werden - falls Sie Ihren eigenen Nachwuchs auf dem Bild finden oder ihr euch gar selbst erkennt, wenden Sie sich/wendet euch an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!!

Das Foto stammt aus dem Archiv von Detlef und Sabine Weber - vielen Dank dafür!

Foto: Archiv Joachim Knobe

erste Reihe von oben (von links nach rechts): Lothar Bettscheider, Alfred Eisenbart, Horst Blascovic, Edeltrud Nauman (Merten), Maria Leidinger (Engel), Maria Bastuck (Knobe).

zweite Reihe von oben: Erhard Hoffmann, Alwin Weber, Mechthilde Deis (Steffen), Maria Bauer (Rosport), Katharina Jenal, Katharina Krämer (Heimes).

dritte Reihe von oben: Alfred Albert, Franz Kiefer, Sieglinde Jenal (Sauer), Kordula Bauer (Groß), Waltraud Schröder (Maldener), Waltraud Brost.

vierte Reihe von oben: Eberhard Mees, Otmar Bard, Elmar Altmeier, Christa Sinnwell (Müller), Agnes Schmitt (Kiefer), Elvira Lauer, Hannelore Thewes (Engel), Christa Knobe (Marx), Maria Zell (Alt), Rektor Jakob Philippi.

fünfte Reihe von oben: Armin Kirsch, Wolfgang Scheid, Kornelia Salina (Ruf), Wilma Bärmann (Wolf), Alice Biesel (Wawroschek), Waltraud Jenal (Schmitt), Hella.

sechste Reihe von oben: Adolf Hassel, Toni Serf, Gerhard Thewes, Horst Schaan, Maria Hoffmann (Pauli), Amanda Reinhard (Hassel), Christl Hoffmann (Jakobs), Luise Haupenthal, Wilma, Scholastika Knobe (Schirra).

unterste Reihe: Toni Bauer, Gerhard Schmitt, Rudi Weisgerber, Toni Krämer, Hermann Meiser, Friedrich König, Winfried Holz, Aloysius Bastuck, Manfred Scheid.

Das Bild wurde von Joachim Knobe zur Verfügung gestellt, während Elmar Altmeier die Namen der abgebildeten Personen zusammengetragen hat. Beiden sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

 

 

SVL C-Jugend Meister Kreisklasse Nordsaar 1976/77

Foto: Archiv Detlef Weber

1. Reihe (kniend), von links nach rechts: Markus Kiefer, Jürgen Müller, Toni Martin, Detlef Weber, Stefan Engel, Joachim Zapp, Manfred Jost

2. Reihe (stehend), von links nach rechts: Trainer Oswald Müller, Michael Löw, Andi Müller, Hansel Luig, Uwe Dörr, Martin Scholer, Markus Lauer, Volker Lauer

Das Bild und die Namen wurden von Detlef Weber zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

 

Foto: Archiv Detlef Weber

 

Erstkommunion 1954/Geburtsjahrgang 1945

hintere Reihe von links: Alfred Maurer, Gerhard Schmitt, Franz Mees, Peter Riehm, Pastor Adolf Hoffmann, Helene Bastuck, Elisabeth Knobe

vordere Reihe: Ludwig Eisenbarth(?), Werner Plengorth (Sohn des Klassenlehrers), Gerhard Hassel, Hansi Weißgerber, Reinhilde Hoffmann, Donata Karlowatz, Marliese Meyer, Magda Reinhardt

Dieser Weiße Sonntag war der erste in der neuen Pfarrkirche. Die Kinder des Jahrgangs 1944 hatten die Erstkommunion noch in der alten Kirche.

Die Fotographie stammt aus dem Archiv von Detlef Weber, während die Namen von Alfred Biesel und Johannes Karlowatz zusammengetragen und von Hermann Brachmann ergänzt wurden. Vielen Dank dafür!

Sollten Sie interessante Ergänzungen zu diesem Motiv haben, wenden Sie sich bitte an Tobias Weber! 

Foto: Archiv Ernst und Renate Biesel

Bauernhaus Familie Biesel um 1965

Das Kalenderblatt zum März zeigt das Bauernhaus der Familie Biesel (heutige Adresse Habacherstraße 17, umgangssprachlich "uff da unnerschd Kipp") aus einer leichten Vogelperspektive ca. im Jahr 1965.
Erbaut wurde das Haus in den Jahren 1930-1931 von den Eheleuten Ernst und Katharina Biesel, die hier in einem landwirtschaftlichen Betrieb Milch und Fleisch produzierten. Ab 1984 wurden die Milchkühe dann abgeschafft, wobei weiterhin Rinder und Schweine zur Fleischproduktion gehalten wurden, welche dem Hof jedoch ebenfalls im Jahr 2000 weichen mussten. Lediglich ein Schaf namens "Getrud" wurde weiterhin als Haustier behalten.
Gegenwärtig beherbergt die Anlage vier Generationen einer Familie, was in der heutigen Zeit zu einer echten Rarität geworden ist.
Das Bild wurde von Ernst und Renate Biesel zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Foto: Archiv Reiner Brack

Grubenunglück Luisenthal 1962

Am 07. Februar 1962, um 7.50 Uhr ereignete sich im Alsbach-Feld der Grube Luisenthal eine Schlagwetterexplosion. In diesem Bergwerksbereich arbeiteten an diesem Tag 664 Bergleute. Die Explosion ereignete sich in 600 m Tiefe. Insgesamt forderte dieses Unglück 299 Tote.

Darunter waren acht Bergleute aus Landsweiler:

1. Otmar Bard, Zum Sägewerk 2, geb. 01.09.1939 (22 Jahre alt), nicht verheiratet

2. Josef Fediuk, Kettelerstraße 20, geb. 02.06.1920 (41 J.), verheiratet mit Johanna Geid, Kinder: Peter, Mariette (Drebes), Norbert, Martina (Trampert)

3. Reinhold Hoffmann, Falscheider Straße 43, geb. 13.02.1934 (fast 32 J.), verheiratet mit Theresia Schmitt, Kind: Annerose (Willms)

4. Nikolaus Knodt, Heusweilerstraße 99, geb. 20.03.1915 (46 J.), verheiratet mit Barbara Hoffmann, Kinder: Elfriede (Gudisch), Hans Josef (+), Reinhilde (Hinke), Monika (Mohrhard)

5. Josef Krächan, Dornheckstraße, geb. 25.02.1914 (48 J.), verheiratet mit Melanie Elisabeth Kleer

6. Norbert Schmitt, Heusweilerstraße 43, geb. 29.03.1934 (28 J.), verheiratet mit Elisabeth Thewes,  Kind: Lothar (Lou)

7. Theodor Schmitt, Habacher Straße 4, geb. 11.10.1913 (48 J.), verheiratet mit Martha Paul, Kinder: Hildegard (Irsch), Raimund

8. Kunibert Weber, Ringstraße 3, geb. 12.11.1932 (29 J.), verheiratet mit Irma Schmitt, Kinder: Erika (Kreutzer), Marliese (Eibes)

Die zentrale Trauerfeier am 10. Februar, an der auch Bundespräsident Heinrich Lübke teilnahm, fand im alten Park der Grube Luisenthal statt. 287 Särge waren aufgebahrt. Eine Ehrenwache aus allen Bergbaurevieren hielt die Totenwache. Anschließend wurden die Toten in ihre Heimatgemeinden überführt. Im Altarraum unserer Kirche wurden sieben Särge aufgebahrt – Josef Krächan wurde in Heusweiler beigesetzt – und Knappen hielten die Ehrenwache. Am Sonntag, dem 11. Februar wurden die Toten unter Anteilnahme der gesamten Ortsbevölkerung auf unserem Friedhof in einem gemeinsamen Grab beigesetzt.

Quelle: Das Grubenunglück von Luisenthal, in: Landsweiler Geschichtsbilder S. 88f

 

Anmerkung zum Bild:

Deutlich zu erkennen sind Gregor Brack (1. v.l.) und Peter Zapp (dahinter), die damals beide als SPD-Mandatsträger dem Gemeinderat angehörten. Die weiteren Prozessionsteilnehmer sind leider aufgrund der Bildqualität nicht eindeutig zu identifizieren.

Das Bild wurde von Reiner Brack zur Verfügung gestellt, die zusätzlichen Informationen lieferte wieder Allé Biesel. Beiden sei hierfür herzlich gedankt.

 

 

Foto: Archiv Gerstner/Biesel

hinten v.l.: Erich Eisenbarth, Siegfried Engel, Jürgen König, Ludwig Knobe ("langer Louis")

vorne v.l.: Donatus Schmidt („Fischer“), Josef Jenal, Mathias Mees, Dietmar Gerstner

es fehlen aus diesem Jahrgang: Donatus Jenal, Manfred Brost ("Hering"), Hermann-Josef Geid, Josef Gleßner, Karl Heinrich Laick und Erwin Brost ("Sommer", Neffe von Manfred Brost, wohnte im selben Haus) 

Aufnahmeort: ASKO-Treppe, heute Heizungsbau Martin Brack

 

Als Ziehungsbuben bezeichnete man junge Burschen (vor Vollendung ihres 18. Lebensjahres), die zur Musterung bestimmt waren.

 

Musterung

a) allgemein:

Musterung ist eine Untersuchung der körperlichen und geistigen Eignung eines Menschen für den Wehrdienst.

Während der Zeit der Wehrpflicht (1956 bis 2011) war die Musterung für alle männlichen Staatsangehörigen in Deutschland gesetzlich geregelt. Seit Aussetzung der Wehrpflicht ist die Musterung nur noch bei einer freiwilligen Aufnahme in die Bundeswehr notwendig. Je nach körperlicher Verfassung gab es folgende Einstufungen der Wehrpflichtigen in Tauglichkeits-grade:

- tauglich

- eingeschränkt tauglich

- vorübergehend untauglich

- dauernd untauglich

Aber auch in der Verwendbarkeit, also die Fähigkeiten und Kenntnisse, die einen Wehrpflichtigen für bestimmte Tätigkeiten besonders befähigten, wurde entschieden.

Es gab auch Wehrdienstausnahmen z.B. Verheiratete, für bestimmte Berufsgruppen (z.B. Landwirte, Bergleute) und Organisationen (Katastrophenschutz wie Feuerwehr, DRK, THW u.a.).

Nicht jeder Wehrpflichtige wurde sofort zum Wehrdienst herangezogen. In vielen Fällen wurde eine Zurückstellung gewährt, z.B. Besuch einer Schule oder für die Zeit einer Ausbildung.

Außerdem bestand die Möglichkeit, den Wehrdienst zu verweigern.

 

b) in Landsweiler

Im Regelfall gab es eine Sammeluntersuchung der Ziehungsbuben eines Ortes im Kreiswehrersatzamt (Saarlouis). Für diesen Tag staffierten sich die Kandidaten mit einem Strohhut, einem Bambusspazierstock und einem Anstecker aus. Oft zogen sie nach der Musterung in Landsweiler von Haus zu Haus, um Eier zu sammeln. Diese wurden dann abends in einer Wirtschaft (z.B. beim Schässchen oder off der Mill) von der Wirtin als Rühr- oder Spiegeleier zubereitet. Der abgebildete Jahrgang verzichtete jedoch auf das Sammeln von Eiern. Die angegebene Jahreszahl ist lediglich als grobe Einordnung zu verstehen. 

Die letzten organisierten Ziehungsbuben waren 1968 (?) unterwegs (Geburtsjahrgang 1950).

 

Das Bild sowie der dazugehörige Text wurden von Allé Biesel zur Verfügung gestellt. Außerdem wurden ergänzende Informationen von Hermann Brachmann hinzugefügt. Vielen Dank dafür an beide! Allgemein sind ergänzende Informationen (am besten per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) immer willkommen.  

 

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